
André Eisermann wurde 1967 in eine weit verzweigte Schaustellerfamilie hineingeboren. Er war selten länger als zwei Wochen an einem Ort, Schulalltag existierte für ihn nicht und er hatte einen großen Traum: Schauspieler zu werden.
1988 begann er seine Schauspielausbildung an der Münchener Otto-Falckenberg-Schule. Er wirkte in verschiedenen Produktionen der Münchener Kammerspiele mit, spielte am Bayerischen Staatsschauspiel und wurde Ensemble-Mitglied am Thalia-Theater in Hamburg.
Bei den Salzburger Festspielen war er der Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Sein Leinwanddebüt gab André Eisermann 1991 in Peter Timms Ost-West-Komödie "Go Trabi Go", gefolgt von Martin Weinharts Drama "Durst", gemeinsam mit Jürgen Vogel. Er spielte im ARD "Tatort", in Dieter Wedels ZDF Zweiteiler "Papa und Mama" und erhielt für die Titelrolle in Peter Sehrs "Kaspar Hauser" Auszeichnungen und Preise auf der ganzen Welt. Sein nächster Film "Schlafes Bruder", in dem er die Rolle des Musikers Johannes Elias Alder verkörperte, wurde für den Golden Globe in Hollywood nominiert, wo er dann neben Richard Roundtree, unter der Regie von Percy Adlon, seinen Ersten Film in den USA drehte: "Hawaian Gardens".
Er arbeitete u.a. mit Michael Haneke, Joseph Vilsmaier, Ruth Berghaus, Jürgen Flimm, Paulus Manker, Leander Haußmann und dem unvergessenen George Tabori.
Er übernahm auch den Part des "Pechvogel" in Peter Maffays Rockmärchen "Tabaluga und das verschenkte Glück" und initierte gemeinsam mit Mario Adorf die Nibelungenfestspiele in seiner Heimatstadt Worms.
André Eisermann ist ein leidenschaftlicher Schauspieler, der nicht nur auf renommierten Theatern aufgetreten ist, sondern auch in der Oper und im Musical gesungen, Ballett getanzt, ein Buch geschrieben, und mit Bühnenshows wie "Hommange an das fahrende Volk" und Goethes "Die Leiden des jungen Werther" Ovationen erhalten hat wie ganz wenige seiner Generation.